Shopify hat heute die kostenlose Geolocation-App eingestellt. Die App erkannte den Standort von Besuchern per GeoIP und empfahl den entsprechenden Markt im Shop. Bis September 2024 wurde die App automatisch zu jedem neuen Shopify-Shop hinzugefügt.
Das Positive daran: Das nervige Pop-up „Ihr Standort ist eingestellt auf“ verschwindet endlich aus den meisten Shopify-Shops. Ich persönlich habe es gehasst, besonders als Kunde. Die typische UX in einem Shopify-Shop sah so aus:
- Cookie-Banner
- Standort-Pop-up
- Willkommens-Pop-up

All das innerhalb weniger Sekunden übereinander (typischerweise).
Warum wurde die Geolocation-App eingestellt?
Am 24. März 2025 wurde die App aus allen Shopify-Shops deinstalliert. Im App Store erscheint nun folgende Meldung: „Diese App ist derzeit nicht im Shopify App Store verfügbar. Bei Support-Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Shopify.“

Shopify stellt die App ein, da sie veraltet ist. In der Zwischenzeit hat Shopify viele ihrer Funktionen direkt in die Plattform integriert. Konkret handelt es sich um diese beiden:
- Länder-/Regionsweiterleitung – Erkennt den Standort des Besuchers automatisch per GeoIP und leitet ihn zum passenden Storefront weiter.
- Sprachweiterleitung – Erkennt automatisch die Browsersprache des Besuchers und leitet ihn zum passenden Storefront weiter. Wenn sich ein Besucher beispielsweise in Kanada befindet und sein Browser auf Französisch eingestellt ist, wird er zum Gebietsschema fr-ca weitergeleitet (sofern vorhanden).
Was Sie stattdessen verwenden sollten
Viele Händler fragen sich jetzt: „Welche App soll ich stattdessen nutzen?“ Meine Empfehlung ist einfach: Nutzen Sie keine App, sondern die nativen Einstellungen von Shopify.
- Gehen Sie zu Ihrem Shop → Einstellungen → Märkte → Einstellungen
- Aktivieren Sie im Bereich Automatische Weiterleitung die „Länder-/Regionsweiterleitung“ und/oder die „Sprachweiterleitung“.

Testen Sie das Verhalten der einzelnen Optionen und prüfen Sie, ob sie für Ihren Shop gut funktionieren.
Automatische Weiterleitung oder nicht
Ich glaube zudem, dass sich das Besucherverhalten stark gewandelt hat. Kunden verstehen heute, dass ein Shop in mehreren Regionen oder Währungen verkauft, und können die Region manuell anpassen – typischerweise über den Header oder Footer des Shops.

Ein Großteil der Auswahl von Region und Nutzererfahrung wird zudem über Marketing-Kampagnen mittels Ad-URLs gesteuert.
Daher halte ich es für absolut sinnvoll, auf automatische Weiterleitungen zu verzichten und den Nutzern die Kontrolle über ihr Einkaufserlebnis zu überlassen.





