Ihr Erfolg in den Suchergebnissen hängt von vielen Faktoren ab, wobei Links und Inhaltsqualität am wichtigsten sind. Damit Suchmaschinen die Qualität und Autorität Ihres Shops bewerten können, muss dieser jedoch benutzerfreundlich und gut strukturiert sein.
Im E-Commerce bestimmt die Website-Struktur, wie Kunden mit dem Shop interagieren und wie Suchmaschinen auf die Inhalte zugreifen. Deshalb ist es entscheidend, eine solide Struktur aufzubauen und diese sowohl für Nutzer als auch für SEO zu optimieren.
In diesem Beitrag behandeln wir X Aspekte, die Ihnen helfen, Ihre Shop-Struktur zu verfeinern und Ihren Shop zu optimieren.
1. Keyword-Clustering
Um die Struktur Ihres Shops aufzubauen, müssen Sie Ihren Katalog analysieren und die Keywords festlegen, mit denen Sie Kunden gewinnen möchten.
Nehmen Sie Ihre Liste mit Ziel-Keywords (falls Sie keine haben, führen Sie zuerst eine Keyword-Recherche durch) und unterteilen Sie diese in Gruppen, basierend auf für Sie sinnvollen Kriterien.
Ein Shop für Vorhänge könnte beispielsweise Cluster nach Material („Leinenvorhänge“, „Samtvorhänge“), Stil („Vorhänge mit Volants“, „Schlaufenschals“) oder Farbe („weiße Vorhänge“, „blaue Vorhänge“) bilden. Diese Cluster helfen dabei, alle Keyword-Variationen abzudecken und hilfreiche Filteroptionen zu erstellen, damit Kunden ihre Suche verfeinern können.
Wenn Sie gerade erst einen Shop eröffnen, hilft Ihnen dieses Keyword-Clustering zu verstehen, welche Hauptbereiche ins Menü gehören, was als Unterkategorie dienen kann und welche Suchfilter sinnvoll sind.
Wenn Sie bereits einen Shop betreiben, kann Keyword-Clustering dabei helfen, Ihre Navigation zu optimieren.
2. Eine gute Navigation ist das A und O
Sobald Ihre Kategorien und Unterkategorien feststehen, sollten Sie ein benutzerfreundliches Menü mit den meistgesuchten Begriffen entwerfen. Sie können das Menü oben oder seitlich platzieren und festlegen, ob es sich per Klick oder beim Überfahren mit der Maus (Hover) öffnet.
Hier ist ein Beispiel für eine Kopfzeilen-Menüleiste:

Sie wirkt aufgeräumt und enthält nur drei Bereiche: Herren, Damen und Neuheiten. Klickt ein Kunde auf einen Bereich, sieht er eine vollständige Liste der beliebtesten Produktkategorien sowie ausgewählte Kollektionen.
Manchmal benötigen Shops kein umfangreiches Menü (wenn sie nur wenige Produkttypen verkaufen und keine mehrstufige Struktur haben). So könnte ein kurzes und einfaches Menü aussehen:

Neben dem Menü sollten Sie weitere Navigationselemente berücksichtigen, die für die User Experience entscheidend sind:
- Kopf- und Fußzeile.
Neben dem Menü können Sie in der Kopfzeile weitere wichtige Links unterbringen: Versandinformationen, Rückgabebedingungen, Filialsuche usw. Üblicherweise befinden sich dort auch das Warenkorb-Symbol und der Login-Button.
Im Footer können Sie Kontaktdaten, Informationen zu Versand und Rücksendung (ob im Footer oder Header, bleibt Ihnen überlassen), Standorte von Ladengeschäften, Größentabellen, Pflegehinweise usw. unterbringen – was auch immer für Ihr Unternehmen sinnvoll ist.

- Breadcrumbs.
Die Breadcrumb-Navigation erleichtert Kunden den Weg zwischen Kategorien und Produktseiten. Es handelt sich um eine Liste von Links, die den Pfad zur aktuellen Seite darstellt.
Wenn ein Kunde beispielsweise in einem Kosmetikshop auf der Produktseite für einen Primer landet, zeigen die Breadcrumbs den Pfad von der Startseite über die Gesichtspflege-Kategorie bis hin zur Unterkategorie für Primer und dem jeweiligen Produkt an:

- Sortier- und Filteroptionen.
Alle Aspekte Ihrer Produkte, nach denen Kunden suchen, können in die E-Commerce-Filter-Navigation integriert werden: Geschlecht, Größe, Material, Farbe usw. Machen Sie es den Nutzern leicht, diese Filter zu sehen und zu kombinieren. Bieten Sie zusätzlich eine Sortierfunktion an, damit Kunden Produkte nach Preis, Aktualität oder anderen Parametern sortieren können.

Bonus-Tipp: Überlegen Sie sich die Reihenfolge, in der Ihre Produkte angezeigt werden, bevor ein Besucher Filter anwendet. Platzieren Sie Ihre Bestseller, Aktionsartikel oder saisonalen Produkte ganz oben in der Liste, während ausverkaufte Artikel am besten ausgeblendet oder ganz unten einsortiert werden sollten. Apps wie Nada (für Shopify) können Sie dabei unterstützen, dies zu automatisieren.
3. Die Bedeutung einer Sitemap
Damit Suchmaschinen alle Ihre Seiten finden und die Struktur Ihres Shops verstehen können, sollten Sie über eine korrekt formatierte Sitemap verfügen und diese bei Google einreichen.
Viele E-Commerce-Plattformen – wie Shopify – erstellen und aktualisieren Sitemap-Dateien automatisch. Das hat Vor- und Nachteile: Es ist gut, weil es typische Formatierungsfehler vermeidet, aber schlecht, weil es Ihnen nicht genügend Flexibilität bei der Verwaltung der in der Sitemap enthaltenen Links lässt. Mehr darüber, wie Sie diese finden, bearbeiten und einreichen, erfahren Sie in unserem Beitrag zu Shopify-Sitemaps.
Hier sind die wichtigsten Punkte, die Sie bei einer Sitemap-Datei beachten sollten:
- Ihre Sitemap sollte alle Seiten enthalten, die indexiert werden sollen (damit sie in den Suchergebnissen erscheinen können).
- Seiten in einer Sitemap sollten nicht von der Indexierung ausgeschlossen sein – weder in der robots.txt noch durch das Meta-Robots-Tag. Wenn Sie bestimmte Seiten blockieren, nehmen Sie diese nicht in die Sitemap-Datei auf.
- Wenn Ihr Shop sehr viele Seiten umfasst, ist es sinnvoll, separate Sitemaps zu erstellen und Links zu allen in der allgemeinen Sitemap-Datei zu hinterlegen.
- Es ist zudem sinnvoll, eine eigene Sitemap für Bilder zu erstellen.
4. Klare URL-Struktur
Die URL-Struktur Ihres Shops sollte Ihre allgemeine Hierarchie widerspiegeln. Sie sollte dem Pfad von der Startseite über die Kategorie bis hin zum jeweiligen Produkt folgen.
Wie viel Kontrolle Sie darüber haben, hängt von Ihrem CMS ab. Die URL-Struktur von Shopify bietet beispielsweise wenig Flexibilität und kann unnötig lange Slugs erzeugen (der Slug ist der letzte Teil der URL). Sie folgt immer einer Hierarchie aus Kollektionen und Seiten. Wenn Sie also eine Kollektion für Sale-Artikel erstellen, lautet die URL nicht yourstore.com/sale, sondern yourstore.com/collections/sale. Oder wenn Sie eine Kontaktseite haben, lautet die URL nicht yourstore.com/contacts, sondern yourstore.com/pages/contacts.
Damit URLs SEO-freundlich sind, sollten sie:
- So kurz wie möglich sein. Eine URL wie yourstore.com/collections/sale/products/feminine-red-ditsy-floral-spring-midi-dress ist nicht optimal. Besser wäre yourstore.com/sale/red-floral-midi-dress.
- Keine zusätzlichen Symbole oder Präpositionen enthalten. yourstore.com/products/folding-chair-for-camping-mh500-173601 ist nicht optimal. Verwenden Sie stattdessen yourstore.com/products/camping-folding-chair.
5. Was ist mit Bildern?
Es ist zudem wichtig, beschreibende Namen für Bilddateien in Ihrem Shop zu verwenden. Sie sollten den Inhalt des Bildes klar und lesbar wiedergeben.
Wenn Sie eigene Produktfotos verwenden, haben die Dateien oft Standardnamen der Kamera wie „IMG_124“. Sie sollten diese umbenennen, um zu verdeutlichen, was auf dem Bild zu sehen ist – zum Beispiel „roter-weihnachtspullover“.
Bei E-Commerce-CMS können Dateinamen gewissen Einschränkungen unterliegen. Wenn Sie beispielsweise Bilder bei Shopify hochgeladen haben, lassen sich deren Namen nicht mehr ändern. Bei unsauberen Dateinamen ist die einzige Lösung, die Dateien erneut hochzuladen, nachdem die Namen vor dem Import zu Shopify korrigiert wurden.
6. Vergessen Sie die interne Verlinkung nicht
Durch die Verlinkung Ihrer Seiten untereinander stärken Sie die Struktur Ihres Shops und helfen Suchmaschinen bei der Bewertung. Vermeiden Sie verwaiste Seiten ohne eingehende Links oder Sackgassen, die nicht auf andere Bereiche Ihrer Website verweisen.
Verlinken Sie jedoch nicht wahllos, sondern beachten Sie die folgenden Regeln:
- Setzen Sie relevante interne Links. Natürlich enthalten Ihre Kategorieseiten Links zu Produkten, aber was können Sie darüber hinaus tun? Blogbeiträge sind eine effektive und natürliche Methode, um Ihren Shop durch interne Verlinkung zu unterstützen. Wenn Sie beispielsweise Sportausrüstung verkaufen, schreiben Sie Artikel über verschiedene Trainingsarten und bewerben Sie dort passende Produkte.
- Verwenden Sie aussagekräftige Ankertexte. Der Text, der den Link enthält (Ankertext), sollte klar und informativ sein. Verlinken Sie beispielsweise nicht die gesamte Phrase „ultrakompakte und leichte Campingstühle“, sondern nur „Campingstühle“.
- Verlinken Sie auf Ihre wichtigsten Inhalte. Definieren Sie Ihre wichtigsten Seiten und machen Sie diese so leicht wie möglich zugänglich. Saisonale Angebote oder Sonderaktionen sollten beispielsweise in den Header oder die Seitenleiste integriert werden, damit sie auf den ersten Blick sichtbar sind.
- Befolgen Sie die Drei-Klick-Regel. Idealerweise sollte jede Seite Ihres Shops mit maximal drei Klicks erreichbar sein. Bei einem umfangreichen Katalog kann dies eine Herausforderung sein, doch Navigationselemente wie Breadcrumbs helfen Ihnen dabei.
- Verwenden Sie kein nofollow. Früher wurde der nofollow-Wert des rel-Attributs genutzt, um Link-Power gezielt zu verteilen: Eine mit nofollow markierte Seite gab ihre Power nicht an andere Seiten weiter. Heute verschwendet dieser Wert jedoch nur Link-Power und wird daher nicht empfohlen.
Optimieren Sie Ihre Seitenstruktur ganz einfach
Wenn Sie alle genannten Best Practices befolgen und die Struktur Ihres Shops auf Ihre Nische und Inhalte abstimmen, garantieren Sie Ihren Besuchern ein großartiges Erlebnis und finden diese schnell, was sie suchen. Zudem bauen Sie eine solide Suchmaschinenpräsenz auf.
Bonus-Tipp: Sie können prüfen, ob Suchmaschinen die Struktur Ihres E-Commerce-Shops gut verstehen, indem Sie sich die Suchergebnisse ansehen. Wenn relevante Sitelinks angezeigt werden (d. h. Ihr Such-Snippet enthält die beliebtesten Bereiche und ggf. eine Suchleiste), herzlichen Glückwunsch: Die von Ihnen erstellte Navigation und UX sind sowohl für Suchmaschinen als auch für Nutzer verständlich.

Wenn Sie Shopify für Ihren Shop nutzen, gibt es gewisse Einschränkungen bei der Optimierung der Seitenstruktur. Bei Problemen oder dem Wunsch nach mehr Flexibilität können Sie Tools wie SEO-Apps oder Plugins verwenden, um Navigation, URL-Struktur, Sitemap und andere Aspekte zu steuern.
Weitere SEO-Tipps finden Sie in unserem Leitfaden zur Suchmaschinenoptimierung für Shopify.






