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WhatsApp

Metas offizielle App verschickt Bestellbestätigung, Versand- und Lieferupdates über WhatsApp, kostenlos mit Kosten pro Nachricht.

Siehe im App Store

WhatsApp, im Shopify App Store schlicht als WhatsApp geführt, ist Metas eigene Verbindung zwischen Shopify und der WhatsApp Business Platform. Die App startete im Juli 2025, läuft in der Kategorie Order tracking und hat eine bewusst enge Aufgabe: Bestellstatus-Updates aus deinem Shop an Kundinnen und Kunden auf WhatsApp zu schicken. Die Installation ist kostenlos, die Nachrichten rechnet Meta direkt ab, getrennt von deiner Shopify-Rechnung.

Hauptfunktionen

  • Sechs Bestellstatus-Nachrichten: Order confirmed, Order shipped, Out for delivery, Order delivered, Order refunded und Order cancelled, jede einzeln zuschaltbar.
  • Vorab genehmigte Vorlagen: Die mitgelieferten Vorlagen umgehen Metas Vorlagenprüfung, du kannst also am Tag der Verbindung senden statt auf eine Freigabe zu warten.
  • Bearbeitbarer Text mit dynamischen Feldern: Jede Nachricht lässt sich anpassen, Werte wie Produktname und Bestellnummer einsetzen, je Sprache in der Vorschau prüfen und auf Wunsch mit dem Produktbild aus der Bestellung versehen.
  • Einrichtung in vier Schritten: WhatsApp Business-Konto unter den Cloud API-Bedingungen verbinden, Zahlungsmethode bei Meta hinterlegen, Telefonnummernfeld im Checkout ergänzen und auswählen, welche Nachrichten rausgehen.
  • Direkte Abrechnung bei Meta: Du zahlst Metas veröffentlichte Preise pro Nachricht auf der bei der Einrichtung hinterlegten Karte, ohne Plattformgebühr und ohne Marge eines Wiederverkäufers.
  • Antworten im App-Posteingang: Kundenantworten landen in einem Posteingang in der App, die Nummer bleibt also für echte Gespräche nutzbar.

Preise und Testphase

Es gibt keinen Tarif und keine Testphase, weil es nichts zu abonnieren gibt. Du zahlst Metas Preis pro Utility-Nachricht, abgerechnet über die bei der Einrichtung hinterlegte Zahlungsmethode. Utility-Raten liegen deutlich unter Marketing-Raten: 0,0550 $ pro Nachricht für Deutschland, 0,0212 $ für die Region Rest of Central and Eastern Europe mit Tschechien und der Slowakei, 0,0300 $ für Italien und Frankreich, 0,0200 $ für Spanien, 0,0122 $ für Polen und 0,0034 $ für Nordamerika.

Damit sind die laufenden Kosten leicht zu rechnen. Ein Shop mit 1.000 Bestellungen im Monat, der drei der sechs Updates je Bestellung schickt, zahlt rund 165 $ pro Monat zu deutschen Raten, etwa 90 $ zu italienischen oder französischen, rund 64 $ zu tschechischen und slowakischen und etwa 10 $ in Nordamerika. Weil du bei Meta kaufst und nicht bei einem Wiederverkäufer, kommt nichts obendrauf: Drittanbieter-Apps für WhatsApp nehmen üblicherweise eine monatliche Plattformgebühr, eine Marge auf jede Nachricht oder beides.

Zwei Regeln verändern die Rechnung. Utility-Vorlagen innerhalb eines offenen 24-Stunden-Kundenservicefensters sind heute kostenlos, ein Update im Anschluss an ein laufendes Gespräch kostet also nichts. Ab dem 1. Oktober 2026 endet das: Meta berechnet dann Utility-Vorlagen innerhalb des Fensters und Service-Nachrichten, bei nur 1.000 kostenlosen Service-Nachrichten pro Nummer und Monat. Wer mit den heutigen Zahlen plant, sollte für das vierte Quartal neu rechnen.

Bewertung und Rezensionen

Die App steht bei 4,4 von 5 aus 812 Rezensionen, und die Verteilung sagt mehr als der Schnitt: 602 mit fünf Sternen, 64 mit vier, 40 mit drei, 23 mit zwei und 83 mit einem. Das sind 74 Prozent Fünf-Sterne neben 10 Prozent Ein-Stern, ein ungewöhnlich gespaltenes Bild für eine App des Herstellers selbst. Die positiven Stimmen sind schlicht und einheitlich: Einrichtung in Minuten, schnelle Zustellung, funktioniert mit der Nummer, die der Betrieb ohnehin nutzt, und die Nachrichten kommen dort an, wo Kundinnen und Kunden wirklich lesen. Mehrere Händler erwähnen, dass sie dafür eine kostenpflichtige Drittanbieter-App abgeschafft haben.

Die Ein-Stern-Rezensionen sind genauso einheitlich, und sie betreffen die Plattform, nicht die Nachrichten. Die Unternehmensverifizierung ist das größte Thema, darunter ein Händler, der sechs Monate daran saß und die Nummer trotzdem nicht verifizieren konnte. Danach kommt der Support, mit Berichten über rein automatische Antworten über den Get Support-Link in der App. Dann folgen konkrete Fehler: Das WhatsApp-Marketing-Opt-in wird als SMS-Einwilligung gespeichert, auf Spanisch eingestellte Vorlagen gehen auf Englisch raus, die Produktbild-Option zeigt einen Platzhalter, Bestell-Tags erscheinen nicht in Shopify, und tägliche Sendelimits steigen nach der Verifizierung nicht. Meta antwortet öffentlich auf viele dieser Rezensionen und hat einige Fehler als behoben bestätigt.

Schwächen

Eine verbundene Nummer wandert auf die WhatsApp Business Platform, und Metas eigene Dokumentation ist eindeutig: Eine registrierte Nummer kann nicht mit WhatsApp Messenger genutzt werden, und eine bereits genutzte Nummer muss zuerst aus WhatsApp gelöscht werden. Praktisch heißt das, dass die Funktionen der WhatsApp Business App auf dieser Nummer wegfallen, Broadcasts eingeschlossen; ein Händler hat das erst nach der Installation gemerkt. Auch der Rückweg ist unbequem: Eine Nummer lässt sich nicht löschen, solange sie in den letzten 30 Tagen bezahlte Nachrichten verschickt hat, und das Löschen erfordert einen Admin des Unternehmensportfolios und deine PIN der zweistufigen Verifizierung. Kläre die Nummernfrage vor der Registrierung und nimm eine zweite Nummer, wenn du die Business App weiter brauchst.

Der Funktionsumfang ist bewusst schmal. Es gibt keine Warenkorbrettung, keine Kampagnen oder Broadcasts, keine Bewertungsanfragen und keine eigenen Vorlagen, und genau das steht in den Rezensionen ganz oben auf der Wunschliste. Die Oberfläche gibt es nur auf Englisch, die Nachrichtenvorlagen unterstützen dagegen weitere Sprachen. Wer zusätzlich WhatsApp-Marketing will, braucht eine andere App auf einer anderen Nummer.

Zwei praktische Anforderungen übersieht man leicht. Der Checkout muss eine Telefonnummer erfassen, also ein zusätzliches Feld und damit eine Conversion-Frage, die man testen sollte. Und die Kundschaft muss dem Empfang zugestimmt haben: In der EU muss diese Einwilligung ausdrücklich und dokumentiert sein und WhatsApp konkret abdecken. Weil mehrere Rezensionen beschreiben, dass das Opt-in aus Shopify nicht sauber übernommen wird, lohnt sich eine Testbestellung, bevor du dich darauf verlässt.

Fazit

Für reine Bestellbenachrichtigungen ist das die sauberste Option im App Store: kostenlos, vom Hersteller selbst, schnell eingerichtet und zu Metas eigenen Raten abgerechnet, ohne Marge dazwischen. Ein Shop mit tausend Bestellungen im Monat in Mitteleuropa bekommt alle sechs Updates ungefähr zum Preis eines günstigen App-Abos, und WhatsApp-Nachrichten werden anders gelesen als E-Mails. Die Einschränkungen sind real, aber kalkulierbar: Die Nummer wird zur API-Nummer, die Verifizierung kann dauern, der Support ist dünn, und alles jenseits des Bestellstatus braucht ein weiteres Werkzeug. Wenn deine Kundschaft WhatsApp nutzt und das Ziel weniger „Wo ist meine Bestellung“-Anfragen sind, installiere sie. Willst du auch Kampagnen und Warenkorbrettung, kläre zuerst die Nummernfrage, denn diese Entscheidung lässt sich am schwersten zurücknehmen.

Pro

  • Kostenlose Installation, Nachrichten zu Metas Listenpreisen ohne Aufschlag
  • Sechs Bestellstatus-Updates, einzeln zuschaltbar, mit editierbarem Text und dynamischen Feldern
  • Vorab genehmigte Vorlagen umgehen Metas Prüfung, Versand ab dem ersten Tag
  • App vom Hersteller selbst, der öffentlich auf Rezensionen antwortet und Fehlerbehebungen bestätigt
  • Kundenantworten landen im Posteingang der App, die Nummer bleibt für Support nutzbar

kontra

  • Keine Warenkorbrettung, keine Kampagnen, keine Broadcasts, keine eigenen Vorlagen
  • Die verbundene Nummer wandert auf die API und fällt für die WhatsApp Business App weg
  • Langsame Unternehmensverifizierung und weitgehend automatischer Support in den Ein-Stern-Rezensionen
  • Gemeldete Fehler bei Marketing-Opt-in, Vorlagensprache und Produktbildern
  • Oberfläche nur auf Englisch, und der Checkout muss eine Telefonnummer erfassen
Tomas Janu

Tomas Janu

Tom schreibt über Upselling, Conversion-Optimierung und E-Commerce-Trends. Er ist einer unserer Mitgründer, und wenn du unser Support-Team kontaktierst, antwortet er dir manchmal selbst. Folge ihm auf LinkedIn für weitere Tipps und News rund um Shopify.

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